Immer mehr Spots werden von Städten und/oder Gemeinden geschlossen

Wir Mountainbiker haben es schwer, unseren Sport legal auszuüben, Gegenwind kommt von allen Seiten. Viele Mountainbike Spots, die seit Jahren bestehen und ein Treffpunkt für Mountainbiker (  jung, älter, alt ) waren, werden geschlossen.

 

Woran liegt das?

Liegt das an den Videos die überall veröffentlicht werden und somit das Interesse und die Nachfrage an diesen Mountainbike Spots wächst? Meiner Meinung nach ja, denn viele sind ja so schlau und veröffentlichen direkt noch eine Anfahrtsbeschreibung zum Video oder geben diese auf Nachfrage weiter. Gast Mountainbiker kommen zu diesen Spots, am besten noch mit einem GPS-Gerät, zeichnen schön fleißig alles auf und veröffentlichen diese GPS-Tracks dann auf Seiten wie

 

GPSies | gps-tracks | gps-tour | usw.

 

Da braucht man sich nicht wundern, denn Städte und Gemeinden sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen.

 

Auch in Mountainbike Foren wächst das Misstrauen gegenüber den anderen Mitgliedern. Es gab einmal Zeiten, da konnte man sich ganz normal über Strecken und Trails unterhalten, diese Zeiten sind wohl vorbei!

 

Valley of Hope

SAVE the Valley Valley of Hope

Ein wirklich schöner Spot der mit viel Liebe und Hingabe gebaut wurde und über mehrere Jahre bestand, war das Valley of Hope. Das Valley of Hope ist leider der Stadt zum Opfer gefallen und alle Holzbauten mussten bis zum 05. Mai abgebaut werden. Sogar der Kölner Stadt-Anzeiger oder das Mountainbike Rider Magazine haben darüber berichtet und im IBC-Forum wurde fleißig diskutiert. Auch eine Petition hat nichts gebracht.

 

Links:
 
http://www.ksta.de/roesrath/-valley-of-hope--in-roesrath-mountainbiker-wollen-anlage-behalten,15189238,26845236.html?piano_d=1

http://mtbrider.de/news/rettet-das-valley-of-hope

http://www.change.org/de/Petitionen/stadt-r%C3%B6srath-erhalt-der-mountainbike-strecke-valley-of-hope

 


Weiterer Spot wird wohl demnächst geschlossen

Jetzt wird ein weiterer Spot wohl demnächst von der Stadt Spich geschlossen. Diese Entwicklung ist kein gutes Zeichen für unseren geliebten Mountainbike Sport.

 

Nur ein Spot Problem?

Nein, diese Probleme haben nicht nur beliebte Mountainbike Spots, auch Trails sind betroffen. In Wuppertal, Solingen und Altenberg werden immer wieder Trails blockiert. Leider bleibt es nicht nur bei einfachen Blockaden durch Stämme, es werden Nägel in Wurzeln geschlagen und Drahtseile über Trails gespannt. Wer Drahtseile im Wald spannt oder Nägel in Wurzeln schlägt sollte dringend einen Arzt konsultieren, denn da scheint etwas nicht zu stimmen! Diese Fremdgegenstände sind nicht nur eine Gefahr für Mountainbiker, sonder auch eine Gefahr für andere Wanderer und Tiere.

MTB von Berg altenberg blockade 1

mtbvonberg drahtseil Viersen

Links:
http://mtbvonberg.de/index.php/12-news/57-altenberg-trail-blockade
http://mtbvonberg.de/index.php/2-uncategorised/60-achtung-drahtseile-in-viersen
http://www.bike-magazin.de/nachrichten/nagelfalle-gefaehrdet-erneut-radfahrer/a3706.html

MTB von Berg altenberg blockade 2

Viele dieser Trails sind recht anspruchsvoll und schwer. Leider versuchen auch viele Biker, die ggf. ein gewissen fahrerischen Level noch nicht erreicht haben diese Trails zu fahren. Entweder wird dann der Hang mit komplett gezogener Hinterradbremse runter geschliddert oder es werden neue Linien in den Hang gefrässt, weil ggf. ein Teil des Trails zu schwer ist. Wenn immer neue Linien entstehen, ist es klar, das Städte, Gemeinden und das Forstamt ROT sehen und alles dafür tun, das Spots, Strecken und Trails geschlossen werden. Ein Problem das durch diese immer neuen Linien entsteht ist Erosion, also das Abtragen von Boden durch Wind und Wasser.  Durch die fehlende Vegetation kann der Boden nicht mehr gehalten werden und die Erosion schreitet voran.

 

Ein weiteres Problem ist der Müll

Warum wird Müll an Spots und Trails hinterlassen? Jeder hat einen Rucksack und was man mitgebracht hat, sollte auch ohne Probleme wieder in den Rucksack oder die Tasche passen. Nehmt euren Müll mit und hinterlasst den Wald, die Spots sauber und bietet den Städten und Gemeinden keine unnötige Angriffsfläche.

 

Was können wir als Mountainbiker gegen diesen absoluten Negativ-Trend machen?

 

  1. Keine GPS-Tracks veröffentlichen
  2. Keinen Müll im Wald und an Spots hinterlassen
  3. Veranstaltet keine Völkerwanderungen auf Mountainbikes, soll heißen, haltet die Gruppen überschaubar
  4. Endet ein Trail in einem Weg, fahrt mit bedacht
  5. Rechnet auf normalen Pfaden immer mit Wanderern
  6. Wenn Wanderer pampig werden, versucht locker und ruhig zu bleiben. Ich weiß dass das schwer fällt, diese Erfahrung musste ich das eine oder andere Mal auch schon machen.
  7. Bremst richtig und nicht unnötig auf den Trails
  8. Knallt nicht einfach an Wanderern vorbei beim überholen, macht euch bemerkbar und grüßt freundlich
  9. Oft kommen auch Wanderer an Spots vorbei und sind immer ganz erstaunt, was mit so einem Mountainbike alles möglich ist und sind beeindruckt. Das ist die beste Chance für Imagepflege, ein freundlicher Dialog schadet nie

 

Zu hoffen bleibt, das sich dieser Negativ-Trend gegen Mountainbiker nicht noch weiter ausweitet.

 

Es gibt natürlich auch positives zu berichten

Es werden neue Trailparks und kleinere Bikeparks gebaut, Vereine gegründet und sie funktionieren. Gute Beispiele sind:

http://www.flowtrail-stromberg.de/
http://www.flowtrail-bad-endbach.de/
http://www.flowtrail-ottweiler.de/
http://www.gelaendefahrrad-aachen.de/de/bikepark/infos
http://www.rv-adler.de/mountainbike/aktuelles/303-eroeffnung-der-downhill-strecke-qam-kothener-buschq
http://www.dirtstylers.de/
http://halde-haniel-mtb.jimdo.com/
http://frc-herten.de/

 

Auch in Essen ist zur Zeit etwas in Planung, weitere Infos folgen.

 

Wäre es nicht denkbar, das wir das Prinzip Trailpark auch bei uns im Bergischen Land aufgreifen könne?

 

Wie ist eure Meinung?
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