TOP Erste Hilfe Lösung an der Downhillstrecke Kothener Busch in Wuppertal

Der Radsportverein RV-Adler Lüttringhausen, welcher die Downhillstrecke am Kothener Busch in Wuppertal pflegt und betreut, hat eine gute Erste Hilfe Lösung für den Ernstfall an der Downhillstrecke gefunden.

 

Das Notfallschild

Die 5 Ws der Ersten Hilfe

Richtig den Helm abnehmen

Was jeder im Rucksack haben sollte

 

Überall an der Strecke wurden folgende Schilder angebracht:

  TOP Erste Hilfe Lösung an der Downhillstrecke Kothener Busch in Wuppertal

Bild von Hugolost, RV-Adler Lüttringhausen

 

Im Notfall ruft Ihr den Rettungsdienst über die Nummer 112, jedes der Schilder hat eine Nummer, welche den genauen Standort wieder gibt. Anhand der Nummer, weiß der Rettungsdienst, wo der Verletzte sich auf der Strecke befindet.

 

Was muss der Rettungsdienst bei einem Notruf über den Verletzten wissen?

Wichtig ist, das Ihr beim absetzen eines Notrufes ruhig bleibt und dem Rettungsdienst folgende Angaben macht:

 

1. Wo ist der Unfall passiert ( Downhillstrecke am Kothener Busch + Standortnummer des Notfallschildes )

2. Was ist passiert. Erklärt den Unfall

3. Wie viele Personen sind verletzt?

4. Welche Verletzungen hat die Person?

5. Am Telefon bleiben, falls die Rettungsstelle weitere Fragen hat ( gebt am besten eure Handynummer und Namen direkt mit an, falls die Verbindung getrennt wird )

 

ZUSATZ: Falls Ihr euch nicht sicher seid, ob Ihr den Helm abnehmen sollt, fragt nach. Eine Anleitung zum richtigen Entfernden eines Helmes findet Ihr etwas weiter unten.

 

Da viele Verletzungen von Motorradunfällen auch auf den Downhillsport übertragen werden können, hier eine Anweisung des ADAC bei Verletzungen mit Vollvisierhelmen, wenn der Verletze nicht bei Bewusstsein ist:

 "Erste Hilfe bei Motorradunfällen

Helm ab, aber richtig: ADAC Tipps für Helfer bei Motorradunfällen

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland von Januar bis Oktober 26.460 Motorradfahrer verunglückt, 573 davon tödlich. Jeder zehnte Biker erleidet bei einem Unfall Verletzungen im Halswirbelbereich. Deshalb sind Ersthelfer am Unfallort oft unsicher, ob sie den Helm des Verunglückten abnehmen sollen. Nach Erkenntnissen des ADAC muss der Helm auf jeden Fall abgenommen werden, wenn der Motorradfahrer bewusstlos ist. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Verletzte an seinem Erbrochenen erstickt, an einem Herz-Kreislauf-Stillstand stirbt oder aufgrund Sauerstoffmangels irreparable Gehirnschäden erleidet. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Helfer ihn bei vorsichtigem Abziehen des Helmes an der Halswirbelsäule verletzt, ist weitaus geringer. Außerdem kann der Verletzte nur ohne Helm beatmet oder in die stabile Seitenlage gebracht werden.

 

Wenn der Biker bei Bewusstsein ist, sollte der Helm auf dem Kopf bleiben, es sein denn, der Verunglückte bittet ausdrücklich darum, ihn abzunehmen. Wichtig ist, immer beim Verletzten zu bleiben und auf seinen Zustand zu achten. Die Abnahme des Helmes sollte man möglichst zu zweit vornehmen. Und so wird es gemacht:

  • Der erste Helfer kniet oberhalb des Kopfes und stabilisiert den Hals, indem er seitlich Helm und Unterkiefer umfasst und den Kopf leicht zu sich hinzieht. Der zweite Helfer kniet seitlich neben dem Oberkörper des Verletzten, klappt das Visier hoch, entfernt gegebenenfalls eine Brille und öffnet den Kinnriemen.

  • Danach schiebt er seitlich die Hände unter den Helm und hält den Kopf zur weiteren Stabilisation der Halswirbelsäule. Währenddessen zieht der erste Helfer vorsichtig den Helm ab.

  • Anschließend übernimmt Helfer Eins wieder die Fixierung des Kopfes und schiebt mit den Zeigefingern den Unterkiefer nach oben, um dem Bewusstlosen die Atmung zu erleichtern. Diese stabile Position muss beibehalten werden, bis der Notarzt ankommt.

 

Ist nur ein Helfer am Unfallort anwesend, sollte er sich ans Kopfende des Verletzten knien und den Helm so weit abziehen, dass er mit einer Hand den Hinterkopf stützen kann. Dann entfernt er den Helm und wartet auf den Notarzt. Der ADAC empfiehlt jedem Führerscheinbesitzer die wichtigsten Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen, um im Notfall richtig zu handeln. Entsprechende Kurse werden von zahlreichen Rettungsorganisationen angeboten."

 

Quelle:ADAC Online im Ressort Marketing und Werbung des ADAC e.V. Leiter: André Zarth, abgerufen am: 07. Juli 2014 ( 9:27Uhr), Link: http://www.adac.de/infotestrat/motorrad-roller/sicherheit-praxis/tipps-motorradfahren/erste-hilfe.aspx

 

Was jeder in seinem Rucksack zur Ersten Hilfe haben sollte

Da normale Erste Hilfe-Taschen in der Regel zu groß sind, gibt es welche zum Wandern, Radfahren, usw. die eine kompackte Größe haben und sich in der Regel in jedem Rucksack unterbringen lassen.

 

Hier ein Beispiel-Bild der kleinen Erste Hilfe-Tasche, die ich ständig in meinem kleinen Evoc Freeride CC 16Liter habe:

mtbvonberg erste hilfe Tasche beim Mountainbiken im Bikerucksack

Diese kleine 14,4cm Breite und 11cm hohe Erste Hilfe-Tasche sollte im Bikerucksack nicht fehlen. Sie enthält sogut wie alles, was man für eine Erstversorgung bei einem Verletzten benötigt.

 

Inhalt der Erste Hilfe Tasche:

  • 2 Wundkompressen 10x10, steril
  • 1 Verbandpäckchen, steril
  • 1 Paar Einmalhandschuhe
  • 1 Anleitung zur Ersten Hilfe
  • 1 Set Wundpflaster
  • 1 Fixierbinde 6cm breit
  • 1 Heftpflasterspule
  • 1 Rettungsdecke
  • 1 Schere

Was sich noch als ganz nützlich erwiesen hat, ist Sprüh-Pflaster und eine Trillerpfeife. Die Trillerpfeife kann ganz hilfreich sein, wenn man mal alleine Unterwegs ist und man sich verletzt hat. So kann man auf sich aufmerksam machen.

 

 

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